Treuhandkonten bei Finanzprodukten – Wie sicher sind sie?

Treuhandkonten bei Finanzprodukten – Wie sicher sind sie?

Bei einem Treuhandkonto handelt es sich um eine spezielle Kontoart. Auf diesem wird Vermögen verbucht, welche dem Kontoinhaber nicht gehört. Somit hält der Kontoinhaber das Treuhandkonto auf den eigenen Namen jedoch für fremde Rechnung.
Bei Treuhandkonten wird unterschieden in offene und verdeckte Treuhandkonten.

Offene und verdeckte Treuhandkonten

Das offene Treuhandkonto wird auf den Namen des Treuhänders eröffnet jedoch mit dem Zusatz zur Kennzeichnung des Treuhandverhältnisses. Dabei wird bei den offenen Treuhandkonten differenziert in Anderkonten und sonstige

Vertrauen ist das A und O beim Treuhandel

Vertrauen ist das A und O beim Treuhandel

Treuhandkonten. Anderkonten dürfen nur von bestimmten Berufsgruppen eröffnet werden. Zu diesen zählen unter anderem Notare und Rechtsanwälte, Patentanwälte und Wirtschaftsprüfer oder auch Steuerberater. Geführt werden dürfen die Anderkonten als Kontokorrentkonto, Sparkonto, Termingeldkonto oder als Depotkonto. Die Kontounterlagen der Anderkonten müssen jedoch grundsätzlich auch den Namen und die Anschrift des Treugebers enthalten.
Verfügungsberechtigt auf den Anderkonten sind lediglich der Kontoinhaber sowie Bevollmächtigte, welche jedoch selbst zur Eröffnung eines Anderkontos berechtigt sein müssen.
Die sonstigen offenen Treuhandkonten können sowohl von gesetzlichen wie auch von privaten Treuhändern eröffnet werden. Zu diesen zählen unter anderem gesetzliche Treuhänder, Testamentsvollstrecker, Nachlassverwalter, Insolvenzverwalter und Zwangsverwalter wie auch private Treuhänder, nicht eingetragene Vereine als nicht rechtsfähige Personenvereinigungen oder auch Verwalter von Wohnungseigentümergemeinschaften und Vermieter.
Verdeckte Treuhandkonten werden nur auf den Namen des Treuhänders geführt ohne Zusatz zur Kennzeichnung des Treuhandverhältnisses. Beachten muss man bei Eröffnung eines verdeckten Treuhandkontos, das die wirtschaftliche Berechtigung angegeben wird, der Name und de Anschrift des Treugebers, das keinerlei Kontoüberziehungen möglich sind und kein Pfand- und Zurückbehaltungsrecht der jeweiligen Bank.
Daneben besitzt der Treugeber kein Auskunfts- oder Verfügungsrecht und es ist kein Freistellungsauftrag möglich.

Treuhandkonten bei binären Optionen

Wie in unserem ältereren Artikel “Wie wichtig ist ein Treuhandservice für binäre Optionen?” schon angekündigt haben wir hier nochmal den Treuhandel für binäre Optionen unter die Lupe genommen, da wohl noch Klärungsbedarf besteht.

Seit einiger Zeit kann auf dem Markt der Finanz-Derivate auch mit der Variante der binären Optionen gehandelt werden. Die binären Optionen sind vielfach beliebt, da sie eine hohe Schlichtheit bei den klaren Alternativen bietet. Geworben wird häufig mit hohen Profiten und niedrigen Kosten. Natürlich sind hohe Renditen beim Handel mit binären Optionen möglich.
Deshalb sollte für jeden Trader auch die Sicherheit seiner Gelder eine große Rolle spielen. Diese ist einerseits wichtig, um seine Gelder bei Finanzinstituten und Brokern vor der Insolvenz des Unternehmens zu schützen und ebenso, um die Gelder auch vor eventuell kriminellen Machenschaften zu schützen. Broker, welche bei der Finanzaufsichtsbehörde der EU zertifiziert sind, wie der Broker BDSwiss, sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Kundengelder auf einem Treuhandkonto bei einer dritten Partei zu hinterlegen.
Auf diese Weise kann verhindert werden, das Gelder des Brokers mit dem Geld der Trader vermischt werden, das die Kundengelder verspekuliert oder gar veruntreut werden. Ein weiterer Vorteil bietet das Treuhandkonto beim Handel mit binären Optionen jedoch auch deshalb, da das Geld des Traders vor der Insolvenz des Brokers und vor dem Zugriff von dessen Gläubigern geschützt ist.
Bei der dritten Partei handelt es sich meist um eine Bank. Haben diese ihren Firmensitz in der EU, so sind sie an die gesetzlichen Regelungen der Union gebunden und müssen jedem Anleger seine Einlagen bis zu einer Höhe von 100 000 Euro garantiert sichern und sind somit einklagbar. Werden die Kundengelder bei einer ausländischen Bank deponiert, welche nicht in einem EU Land ansässig ist, kann der Trader Gefahr laufen, das die Einlagensicherung deutlich niedriger ist.

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